Schlußbetrachtung

Chaco-Tour
Die bei der letztjährigen Reise festgestellten Schwachstellen am Reisemobil wurden behoben. Die Verbesserungen haben sich auf dieser Reise bewährt und im Moment gibt es keinen Handlungsbedarf. Es macht jedoch einen Unterschied ob wie im letzten Jahr in mehr besiedelten Gebieten gereist wird oder wie jetzt bei der Reise in den Chaco deutlich weniger Infrastruktur vorhanden ist.

Die Planung um so profane Dinge wie Wasser, Lebensmittel, Strom und manchmal auch Kraftstoff für das Reisemobil, haben eine größere Gewichtung als in Regionen mit höherer Besiedlungsdichte. Das alles ist natürlich sehr individuell und von den Kapazitäten des jeweiligen Reisemobil abhängig. Wir können ungefähr 5 Tage autark reisen. Wenn jedoch die Klimaanlage im Reisemobil genutzt wird sind wir entweder auf Landstrom oder unseren Generator angewiesen. Bei Reisen, wie hier in den Chaco, wo es Temperaturen von weit über 40 Grad haben kann ist eine Klimaanlage aus unserer Sicht kein Luxusgegenstand mehr.

Der Chaco ist nicht jedermanns Ding, es gibt nur wenige asphaltierte Straßen und die Erdstraßen sind manchmal gewöhnungsbedürftig (Rippio, Sand, Lehm, Staub oder eine Mischung aus all dem). Wobei die Wege/Straßen um die Mennoniten-Kolonien zumindest befahrbar sind. Wir, die hier in Paraguay leben und wohnen, kennen die Mißlichkeiten die einem begegnen können und stellen uns im Regelfall darauf ein. Reisende aus Europa kommen da schon das eine oder andere Mal an die Grenzen, dessen was sie bereit sind zu ertragen bzw. können.
Zu den Stellplätzen:
Ein generelles Thema in fast ganz Südamerika sind die Einzäunungen, das hat jedoch rechtliche Gründe. Ansonsten kann man sich hier fast überall irgendwo in eine Ecke stellen und frei stehen. Es ist jedoch nicht Jedermanns Sache an einer Tankstelle die Nacht zu verbringen oder im Einzugsbereich einer Erdstraße zugestaubt zu werden und vom vorbeirasenden Viehtransporter in den Schlaf gebrummt zu werden. Bei ordentlicher Planung findet sich fast immer irgendwo ein Platz wo man ruhig stehen und mit einer gewissen Grundversorgung rechnen kann. Das das auch ausgeglichen/bezahlt werden sollte, versteht sich von selbst. Und wenn man keine Berührungsängste hat ergeben sich sehr oft schöne Möglichkeiten. Wenn man im Nirgendwo eine Estancia anfährt, die auf der Strecke liegt, wird einem kaum jemand die Übernachtungsmöglichkeit verweigern. Der Paraguayer ist im Regelfall freundlich und hilfsbereit.

Reisemobil / Allrad-LKW / Expeditionsmobil: Wir hören teilweise der Chaco wäre nur mit 4x4 zu befahren. Dem ist nicht so. In 99,5% aller Fälle kommt man ohne Allradantrieb aus. Bei trockenen Straßen/Wegen kommt man mit Hinterradantrieb und guten MT-Reifen überall hin. Und wenn es ordentlich regnet, stehen alle Fahrzeuge sehr schnell still. Es ist wie immer eine Abwägung der persönlichen Bedürfnisse und Prämissen. Unser Motto: So groß wie nötig und so klein wie möglich. Und was nicht da ist, geht auch nicht kaputt. Wir haben oft genug erlebt, daß die Natur dem Drang an jeden Platz zu kommen Hindernisse in den Weg gelegt hat. Ab einer bestimmten Größe (Höhe und Breite) muss man passen, es sein denn man glaubt mit Rodungsarbeiten beginnen zu können.

Unser Resumee für unsere diesjährige Chaco-Tour:
Hauptziel war es die Lagunen mit ihrer reichhaltigen Flora und Fauna kennen zu lernen, insbesondere auch die hier überwinternden Flamingos. Das hat sich voll erfüllt und war der Höhepunkt dieser Reise.

Naturschutzgebiet Mbaracayú
Aufgrund der Informationen die uns zugänglich waren hatten wir uns mehr davon versprochen. Es ist nicht unsere Ding für ein paar Kilometer Wanderung oder Kanutour an die Hand genommen zu werden und dafür auch noch zu bezahlen. Oder über 50 Kilometer bis zu einem Wasserfall zu fahren, ebenfalls mit Guide. Für uns stimmt hier weder das Preis- Leistungsverhältnis, noch das Gesamtkonzept.

Tour Chaco und...

rund um menno

Naturschutzgebiet

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